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Verkehrsforum: Mobilität verbessern



Kassel, 13.3.2017 - Die Mobilität in Nordhessen muss weiter kontinuierlich verbessert werden. Denn sie ist ein Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort und mitentscheidend für die Wahl des Wohnortes und des Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatzes. Darin stimmten die Vertreter aus Wirtschaft und Politik beim Verkehrsforum der VhU gestern Abend überein. Rund 80 Fachleute aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie Unternehmen, Verbänden, Kammern, und Gewerkschaften waren in den Kasseler Kulturbahnhof gekommen, um über das Thema „Gute Mobilität in Nordhessen – Was erwartet die Wirtschaft nach der Bundestagswahl?“ zu diskutieren.

Dr. Torsten Rudolph, stellvertretender Vorsitzender des VhU-Verkehrsausschusses und Geschäftsführer der Baunataler Rudolph Logistik Gruppe mit europaweit 5.000 Beschäftigten, sagte: „Die A49 und A44 sind die Prioritäten für die Region. Aber auch der Straßenanschluss Nordhessens Richtung Westen bereitet mir Sorge. Die Politik muss Planungsprozesse beschleunigen. Und sie soll aufhören, den motorisierten Verkehr zu verteufeln und zu verteuern. Außerdem treibt mich der zu Unrecht schlechte Ruf der Logistikbranche um. Ich appelliere an die Politiker, sich aktiv mit der Branche zu beschäftigen, unsere Betriebe zu besuchen und sich vor Ort ein Bild von den komplexen Abläufen der Logistik zu machen.“

Dr. Rudolph nannte als Beispiel: „Kritiker sagen, es gebe zu viele Leerfahrten und wir täten nicht genug dagegen. Das ist Unfug. Wir haben einen großen betriebswirtschaftlichen Anreiz, alles zu tun, um Leerfahrten zu vermeiden. Unnötige Kosten können wir uns nicht leisten. Selbst die erfolgreichsten Unternehmen der Branche fahren Gewinne von lediglich 2 bis 3 Prozent vor Steuern ein. Leider ist die Region Nordhessen eher industrieschwach – viele Güter verlassen Nordhessen in alle Himmelsrichtungen, wenige werden hierher geliefert und industriell gefertigt.“